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  1. #1651
    Zitat Zitat von Seshiro Beitrag anzeigen
    Das Problem entspringt biologischen Ursprüngen. Das versucht niemand zu widerlegen, auch nicht die Soziologie. Unsere Kultur entstand aus primitiven Kulturen. Das stimmt. Aber wir sind mittlerweile so fortgeschritten und fähig, haben extrem viel über diese Prozesse gelernt und können jetzt durch aktive Mittel gegen diese 'Probleme' vorgehen. Du holst dir doch vermutlich auch nicht sofort einen runter wenn dir danach ist? Genauso kann man diese Strukturen hinterfragen und bearbeiten um sie zu verbessern bzw inklusiver zu machen. Unsere Sexualität und unser Frauen und Menschenbild hat sich in den letzten 200 Jahren so krass verändert warum sollte es eine Unmöglichkeit sein das noch weiter zu verbessern?
    Das ist doch genau der Punkt den der moderne Feminismus beklagt. Dass sich zwar die oberflächlichen gesellschaftlichen Strukturen geändert haben, sich in den Köpfen der Menschen rein garnichts bewegt hat. Die sexuelle Revolution der 70er und die Befreiung der weiblichen Sexualität sind verpufft, auf Anfang gedreht. Das Bild der weiblichen Schlampe und des männlichen Aufreissers sind präsenter denn je in den Köpfen der Gesellschaft.
    Ich kritisiere diesen Feminismus nicht dafür, dass er meiner Meinung nach schlecht oder männerunterdrückend ist, sondern ich kritisiere ihn für seinen Mangel an Pragmatismus.
    Die Gesellschaft, in der eine Frau nachts alleine keine Vergewaltigung fürchten muss, ist selbstverständlich ein wünschenswertes und erstrebenswertes Ziel. Es ist aber leider genauso eine Utopie. Männer werden immer Frauen vergewaltigen und sich hinzustellen und von der Gesellschaft zu verlangen, dass Frauen das Recht und die Selbstverständlichkeit zusteht, niemals mehr sexuelle Übergriffe zu fürchten, ist einfach dumm.
    Ich als Mensch habe beispielsweise das verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein Recht auf Eigentum, trotzdem laufe ich nicht in Unterhosen und Geldbündel jonglierend über den Berliner Schore-Strich. Auch wenn in den Köpfen der Gesellschaft dieses Recht auf Unversehrheit komplett selbstverständlich ist und sich jeder einig ist, dass ich eigentlich genau das tun könnte und niemandem damit eine Legitimation aushändigen würde, mich zu überfallen und auszurauben. Überfall und Raub sind geächtet und illegal, egal ob ich nackt Geldbündel jongliere oder ohne Blickkontakt durch die Menge spurte. Trotzdem gibt es eben einen gewissen Pragmatismus und Realismus der sagt "Was hast du erwartet?"
    Und das ist genau der Punkt den ich kritisiere. Dieser idealisierte Feminismus bezieht den fehlerhaften Menschen als Individuum nicht mit ein, sondern macht ausnahmlos alles zu einem gesellschaftlichen Problem.
    Wir sind uns alle einig, dass der Kommunismus am Individuum Mensch gescheitert ist und immer wieder scheitern wird. Das gleiche gilt für die Utopie einer Welt in der Frauen nie wieder sexuelle Übergriffe fürchten müssen.
    Ja, es ist wünschenswert und perfekt und nein, wir werden das niemals erreichen. Das sind einfach Realitäten, die ein Feminismus, der sich selbst Erfolg versprechen will, akzeptieren und miteinbeziehen muss, wenn er irgendwas verändern will.

    Zitat Zitat von Seshiro Beitrag anzeigen
    Und zu behaupten dass Frauen wegen ihrer biologischen Dispositionen nutten sind ist so unglaublich dumm, der Anteil der hoes ist doch genau der gleiche wie der unter Männern
    Ich sage nicht, dass sie Nutten sind, ich habe lediglich erklärt woher diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen kommen. Es ist wichtig, dass man sich das klar macht, damit man erkennt wogegen man hier ankämpft.
    Ja, die komplette sexuelle Befreiung und Gleichstellung der Frau ist das ideale Gesellschaftsmodel und nein, da werden wir niemals hinkommen. Menschen sind nunmal fehlerhaft und werden es immer sein.


    Zitat Zitat von Lorias Beitrag anzeigen
    Angenommen man würde Anita Sarkeesians Logik folgen, wäre Ripley auch nur stark, weil sie sich wie ein Mann verhält.
    Unsinn, inwiefern verhält sie sich denn wie ein Mann? Sie kämpft mit allen verfügbaren Mitteln um ihr Überleben und das ihrer Mitmenschen. Das ist kein männliches Verhalten, das ist menschliches Verhalten.
    Geändert von Finlay (03. September 2014 um 14:37 Uhr)
    The hall of Flame

    Finlayspastentyp; Nerdtyp; unlustiger Hurensohn; Missgestalt des Jahrzehnts; Fingay to be continued

  2. #1652
    Moderator ASF
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    Benutzerbild von oO_Oo
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    708
    Das Problem in der biologischen Argumentation liegt einfach darin dass ein Totschlagargument geschaffen wird und Ungerechtigkeit schlussendlich damit gerechtfertigt wird.

    "Männer werden immer Frauen vergewaltigen" würde ich auch nicht so schnell abstempeln. Gemeint sind wohl eher Dinge wie Akzeptanz von häuslicher Gewalt (inklusive Vergewaltigung), subtile Belästigungen etc.
    Das Bild der leicht bekleideten Frau die durch die dunkle Allee spaziert und von einem Unbekannten hinter den Busch gezerrt wird ist zwar das Klischeebild, macht allerdings nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Fälle aus. Diese Art der Vergewaltigung wird genauso wie Raub, Mord und Totschlag natürlich immer bestehen. Aber vielleicht lässt sich wenigstens die Schwelle dazu heben indem übermäßige Objektifizierung nicht noch weiter vorangetrieben wird.


    Übrigens zu deiner Münzwurftheorie. Ja, es hat sich tatsächlich so entwickelt und verfestigt, aber gerade hier sind es die anthropologischen Ansätze die beweisen wollen dass es eben nicht unbedingt so ist. Es gibt zB Völker in denen Frauen in Gruppen vorwiegend Männer vergewaltigen, oder welche in denen der biologische Vater unbekannt ist aber der Lebenspartner zum Vater erkoren wird. (sry sleeper, habe keine Quellen) Und das ohne Probleme zu verursachen. Soziale Strukturen sind einfach viel stärker als biologische Gegebenheiten.(auch ohne Quelle) Wenn früher (oder im Tierreich) der körperliche Stärkevergleich in vielen Fällen die Anführerposition sicherte, sind heutige Strukturen, in denen körperliche Gewalt großteils abgelehnt wird, nicht mehr biologisch erklärbar. Es ist sehr wohl möglich dass der Schwache über den Starken regiert. Sozialer Druck ist in vielen Fällen einfach stärker als biologische Gegebenheiten - und es geht eben genau darum diesen sozialen Druck aufzubauen anstatt mit Biologie zu rechtfertigen.
    Schließlich ist es unsere Kultur und nicht unsere körperliche Stärke die uns zB einem Tiger überlegen macht.

  3. #1653
    Zitat Zitat von Lorias Beitrag anzeigen
    Soziologie>MINT (aka feels>fakten)


    /e @ Ano : Solche Gesellschaften existieren nicht und haben soweit wir wissen auch nie existiert.

    Dem Tiger überlegen macht uns auch nicht unsere Kultur sondern unser Gehirn in Verbindung mit dem opponierbaren Daumen. Daraus erwächst zwar auch Kultur, aber das hat keine aufeinanderfolgende Kausalität.
    Geändert von Cpt Kuesel (03. September 2014 um 18:41 Uhr)
    Zitat Zitat von Verdammnis Beitrag anzeigen
    "Tut mir Leid, wir vermieten nur an Frauen."
    Warum nicht gleich "Tut mir Leid, wir vermieten nicht an Juden."

  4. #1654
    Ex-Administrator Benutzerbild von schlaef3r
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    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    Es geht doch nicht unbedingt um tiefgehende Charaktäre. Es reichen schon schwarze Präsidenten in Kinoblockbustern um imaginative Pionierarbeit zu leisten.
    Du stellst das hier so dar als wäre jede Abweichung vom Klischee ein garantierter Kassenflop. Dabei geht es doch gar nicht mal darum die "typischen plot devices wie "damsel in distress", "ungewollter Weltenretter", "traumatisches Erlebnis und nach Rache sinnend" etc. " neu zu erfinden, sondern einfach darum wie ein Charakter dargestellt wird. Von Blockbuster gleich zu "superavantgardistischem Nischenfilm" zu argumentieren finde ich etwas mau. Als wäre zB AirForce One, wie in oben benanntem Beispiel durch so ein Zeichen zu einem Avantgardefilm mutiert. Die Handlung bleibt trotzdem genau gleich scheiße, Klischee und spielt nach den Regeln von Hollywood. Warum sollte das selbe nicht mit Geschlechterklischees passieren können. Ist ja nicht so dass sich Resident Evil 5 und 6 wegen des Sexismus so gut verkauft (ka, nie gespielt)


    Ob Filme und Spiele als Einflussfaktor unter oder überschätzt werden ist schwer diskutierbar. Wichtig ist jedenfalls, dass sie einen Einfluss haben
    und so Pioniereinzelfälle gibts auch in der Spielebranche, schon fast zu Beginn. Aus dem Kopf Metroid, Tomb Raider, Broken Sword, No One Lives Forever, Project BG&E, FFVI, Broodwar, SC2, etc.
    Dein genanntes Beispiel habe ich schon erklärt, dass einfach Klischees in das Gegenteil gekehrt werden. Macht so dermaßen keinen Unterschied. Bei Ripley oder Sarah Connor ist es gerade das toll, dass die vollkommen egalitär inkludiert sind und keinen Hirnriss darum gescherrt wird.
    Wirklich spieltechnisch oder storyrelevant ist das Geschlecht auch nur bei gewissen Spielen.
    Ob diese Stereotype in Film und Spiel in einer aufgeklärten offenen Gesellschaft überhaupt merklichen Einfluss haben und ob es sich dabei um Ursache, Einfluss, Wirkung oder Folge handelt ist schon wichtig. Seit den 70ern ist entgegen der Erwartung die Anzahl der Gewaltdelikte, auch unter Jugendlichen, die ja so viel leichter beeinflussbar seien, oder auch der Sexualdelikte trotz brutalerer oder sexistischerer oder sexuell offener Medien gesunken (Teenieschwangerschaften sind im Gegensatz dazu gestiegen). Japan mit dem perverstem Kram in allen Belangen (Sexismus, Brutalität, ...) hat trotzdem die geringsten Verbrecherquoten. Videospielspieler sind trotz Beteuerungen von einigen Politikern und Christian Pfeiffer in Realität im Schnitt nicht auffälliger. Gibt da ja viele widersprüchliche Ergebnisse, was eher für einen 0-Effekt spricht. Zwanghafte Quoten in Spielen wären wie die ganze Arbeit der Gender Studies daher eher Dekoration als dass sie irgendeinen merklichen Einfluss haben würden.
    Statistiken kann man auch schon auf wikipedia nachschauen, gerade zu faul hier alles zu verlinken.

    Zitat Zitat von Seshiro Beitrag anzeigen
    Danke Ano, lieferst gute Beispiele die mir tbh gefehlt haben. Habe viel zu reaktionär geschrieben.

    Um mal ein anderes Beispiel zu verwenden was mir gerade eingefallen ist: Hitchcocks Psycho wäre fast zensiert worden, weil man vor ihm im amerikanischen Film noch keine Toilettenspülung zu sehen bekommen hatte. Das wirkt aus heutiger Sicht wie ein absoluter No-Brainer. Und ist im Endeffekt ein relativ ähnliches Thema: Sitten. Anderes Beispiel wäre wohl der erste Kuss eines schwarzen und eines weißen Menschen im Fernsehen in Star Trek. Hat meines wissens auch für kontroverse gesorgt.
    und der Film war von 1960, Star Trek auch dezent älter, die jetzige Generation im Westen ist schon ziemlich offen für alles, nur das penetrante Vorschreiben von neuen Möchtegernsittenwächtern geht auf den Senkel, als ob man in jedem freiem Moment über seine sündige intolerante Existenz denken müsste. HardcorefemistInnen und LGBT-Ideologen, die den Mainstream der Richtung bilden (ja ich habe verfickt noch mal nachgeschaut), spielen gut Ersatzkirche als moralische Instanz.


    Etwas als sexistisch zu deklarieren ist wertend, Ja. Es sagt, dass der Erzeuger des Werkes nicht genug reflektiert darüber was er schreibt, aktiv sexistisch ist oder eine Zielgruppe hat die er bedienen will, die sexistisch ist. Finde ersteres eigentlich am plausibelsten und dementsprechend ist es gut mit Leuten darüber zu reden, weil sie daraus lernen und sich verändern können.

    Das Zelda ein schlechtes Beispiel ist weiß ich, und darauf fust ja die ganze Diskussion über Zelda, weswegen mich das ganze auch frustriert weil ich mit meinem ersten Punkt über Zelda sagen wollte, dass es dämlich ist sich darin beleidigt zu fühlen, weil es uralt ist.
    Sexistisch ist erst ein mal sexistisch, irgendein Geschlecht wird gegenüber dem anderen diskriminiert bzw. für minderwertiger gehalten. Du beziehst dich dann auf die mögliche Motivation des Autors, ob er es unbewusst macht, weil er es gar nicht merkt, oder bewusst bzw. aus niederen Motiven.
    Das Resultat ist das gleiche, besonders weil die Kundschaft selten spontan die Intention des Autors ohne umfanreiches Hintergrundwissen etc. ablesen kann. Die meisten HardcorefeminstInnen oder Gendermenschen gehen vom letzteren aus, und durch diese ewige Befangenschaft wären alle Leute so böse falsch sozialisiert, dass sie sich niemals alleine befreien könnten.


    Ja, Kinoblockbuster sind zum größten Teil auch ziemlicher Corporate Bullshit, das ist für mich kein tragendes Argument. Und zu argumentieren, dass der Status Quo nunmal einfach ist und sich deswegen keiner Mühe geben soll ist ziemlich dämlich. Durch Kritik kann man den aber in eine gewisse Richtung drehen und wenden, anstatt hier stehen zu bleiben, beie einer Gesellschaft in der immernoch die CDU versucht die Frau irgendwie im Haus zu behalten.


    Das will ich ja auch gar nicht. Es geht hier nicht ausschlieslich um die Spielbaren Charaktere. Ich fordere hier niemanden dazu auf alles und jedem mit einem Spiel anzusprechen, man kann heutige Spiele aber einfach besser machen und interessantere Charaktere präsentieren.

    Ich spreche hier auch über sowas: https://www.youtube.com/watch?v=eYqYLfm1rWA#t=600



    Musst mir erklären was du damit sagen willst. Ich will hier keine LGBT Spiele, nur dass um LGBT Spiele zu haben, sondern weil es gesund für diese Gesellschaft und die Industrie wäre.
    mir gefällt der aktuelle Status Quo bei den Spielen und der Gesellschaft. Bis auf die behindertste Community haben Videospiele mMn kein Problem. Und die Spielerschaft ist einfach zu pubertär behindert. Wie Kuesel anhand seiner Zahlenbeispiele schon zeigte, wenn man LGBT Kram noch offensichtlicher einbaut, ist es einfach nur noch "unrealistisch".

    Natürlich. Aber man darf auch genauso die Leute darum bitten vielleicht interessanteres zu produzieren. Ich versteh dich echt nicht. Du argumentierst immer damit "Es tut, warum sollte man es ändern?" obwohl du eigentlich gut bist darin dich zu artikulieren, weit besser als ich. Ohne Diskussion kommen wir nirgendwo hin. Ich als Konsument darf doch auch meine Wünsche äussern. Vielleicht hört das EA und denkt sich, dass sie beim nächsten "Risikospiel" mal was für die LGBT Gemeinde oder für "Geek-Girls" machen? Atari hat das ja auch schon geäussert, dass sie das vorhaben.
    Dein Wunsch nach interessanteren Spielen hast du mit Crowdfunding oder bei Indiespielen. Die geistigen Planescape:Torment und BG2-Nachfolger, das Riesenweltraumnischenspiel, das unendlich viel Kohle gekriegt hatte etc.
    So wirkliche AAA-Blockbuster für Nischen produzieren kann man sich finanziell nicht leisten. Wie bereits genannt, EA ist mit seinen paar Versuchen gescheitert, Dead Space, Spore, Mirror's Edge, THQ ist komplett eingegangen, Atari ist doch jetzt auch pleite oder irre ich mich gerade?
    http://en.wikipedia.org/wiki/Atari,_SA#Bankruptcy
    Klingt mir nicht danach, dass die klassische AAA-Spiele noch produzieren wollen oder können, sondern sich eher auf Handy- und Browserspiele setzen wollen.


    Ist auch kein Spiel was mir gefallen hat. Ist mittlerweile auch nur noch ein Franchise zum Geld machen.



    Wenn sie eins machen, dann ist es normalität zu beschreiben und definieren. Ich kann in meiner Schlaftrunkenheit leider an nichts anderes als den Common-Sense plädieren, aber das die ganzen Kriegsfilme für eine gewisse Akzeptanz sorgen ist jetzt nicht allzu weit hergeholt.(Nein ich unterstelle hier keine Propaganda, das funktioniert etwas anders.) Vorallem geht es hier um die Gesellschaft, das ist ein langsam schleichender Prozess der sich über Generationen trägt. Meine Eltern stehen Homosexualität aus humanitärer Sicht komplett offen gegenüber, aber ich weiß daraus wie sie darüber sprechen, dass sie trotzdem noch ein paar kleine Fragezeichen dazu haben. Während ich ja schon eine Stufe weiter bin... Genauso kann es mit queer und genereller LGBT und Feministischen Bilder in der Welt auch passieren.
    Kriegsfilme oder Antikriegsfilme haben aber leider im Gegensatz zum common sense leider einen scheinbar eher kleinen Effekt auf die Kriegsbegeisterung, wenn das alleiniges Propagandamittel ist. Die meisten Menschen, schon im Kleinkindalter, können dank ihrem gesunden Menschenverstand zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Natürlich ist nach Top Gun die Einschreibungszahlen für die Air Force kurzzeitig gestiegen, aber Kriegsbegeisterung ist mit dem Aufkommen von besserer freier Kriegsberichterstattung in den letzten Jahrzehnten eher gesunken. Da spielen andere Einflüsse eine vermutlich viel größere Rolle.
    Man kann ja mal kulturell vergleichen, in USA gilt Prüderie, während Gewaltexzesse problemlos toleriert werden, in Deutschland eher umgekehrt. Die relativen Werte dürften sich, wenn man vergleichbare Gruppen nimmt (also nicht schwarze Unterschicht aus Compton mit München vergleicht etc.) nicht zu stark unterscheiden.



    Ich muss es mal aus dem Effeff reproduzieren: Du hast den Auftrag eine von n Schwestern zu töten, auf einem Maskenball. Dazu musst du den ganzen Ball erforschen und triffst einen Typen der weiß was du vorhast und dir anbietet, dass du sie nicht töten musst, er sich dafür um sie kümmern wird. Weil Dishonored sehr grau-in-grau ist was Moral angeht, hast du mehrere Möglichkeiten sie auszuschalten. Eine wäre obv sie einfach vor allen Leuten zu meucheln. Die andere ist, abzuwarten dass sie in eine bestimmte Ecke läuft, sie ansprechen und sie anzuflirten. Sie will instant mit dir ficken und du kannst sie noch weiter weg locken, wo du sie meucheln/betäuben kannst. Wenn du sie nur betäubt hast, kannst du sie zu vorher erwähntem Typen bringen der dir dann plötzlich von seinen Plänen erzählt sie in sein kleines Rapekingdom zu schiffen wo sie für Ewigkeiten glücklich miteinander leben. Klar ist das diese Sache mit grau in grau, aber ich finde nicht, dass es wirklich viel Reflektion über das Thema bietet, ausser dass du sie eben nicht gemeuchelt hast. Zusätzlich wird es als das "Low Chaos"-Ende bewertet was im Endeffekt der gewünschte Spielstil des Spiels ist, weil die Levels zum Teil einfacher zu durchqueren sind. Hier entsteht halt eine Bedeutung aus der Mechanik, was heutzutage noch nicht genug Beachtung bekommt.
    Ist dein Problem jetzt, dass es die Möglichkeit gibt oder das Spiel diesen Weg scheinbar am meisten honoriert? Ist das Spiel durchgängig in diesem Stil gehalten, dass diese als "plausibelste" Wahl verständlich ist oder war das einfach nur ein dämlicher Schockmoment?

    Am schlimsten für mich war Deponia 3, Goodbye Deponia:

    Da verkauft der Rufus ohne mit der Wimper zu zucken die Frau eines guten Freundes in die Sklaverei und lässt irgendwelche Waisen einfach von einem Monster essen und danach in der Kanalisation zurück ohne mit der Wimper zu zucken oder einen Moment darüber zu reflektieren und dem Spiel ist das auch vollkommen egal. Rufus davor war zwar so dargestellt, dass großteils rücksichtslos egoistisch vorgeht, aber am Ende immer noch irgendwo ein Gewissen hatte (Ende vom ersten Spiel oder das zweite Spiel z.B.) und das war einfach ein behinderter Stilbruch)


    Ich werde auf keine Antwort hier zu eingehen, weil ich keine weitere Diskussion nebenher führen will, die ich im Moment für nich wertvoll halte, und zu der ich mich nur in geringem Maße befugt fühle:

    Ich versuch mal aus meinem begrenzten Raum und Verständnis der Soziologie zu erklären warum das eigentlich nicht falsch ist:
    Die Soziologie ist eine Geistes und Gesellschaftswissenschaft, die sich mit allgemeinen Verhaltensmustern beschäftigt. Biologische/Genetische Eigenschaften sind im allgemeinen und im Großteil sehr individuelle Ausprägungen und damit schwer bis gar nicht auf eine gesamtgesellschaftliche Perspektive anwendbar. Zusätzlich ist die Soziologie keine Biologie und hat damit auch keinen Anspruch auf Biotruths. Welche auch oft einen mäßigen Halt haben. Finde es ziemlich amüsant, habe in meiner Zeit in der Informatik den Respekt für MINT-Fächer verloren, und halte Soziologie zB für relevanter. Liegt aber auch daran, dass mich "Menschen mehr interessieren"


    Stelle mir gerade amüsiert vor wie Shard seit gestern weinend auf der Treppe sitzt, weil er glaubt dass seine Spiele zerstört werden :v
    siehe Finlays Beitrag oder einige meiner und Bibabutz' Beiträge im Gender Studies Thread auf bw.de.

    Zitat Zitat von Lorias Beitrag anzeigen
    lol bist ja schon ordentlich tief drin im sjw Sumpf. Soziologie>MINT (aka feels>fakten) und heftigst defensive Grundhaltung sind natürlich beste Vorraussetzungen für ordentliche Diskussion.

    Und nochmal zu deiner abstrusen Fehlinterpretation meines Posts: Du musst schon begreifen, dass es hier um simple Unterhaltung geht, und um eine rein profitorientierte Industrie die dahintersteht.
    Du kannst dich noch so laut darüber beschweren, dass dir die Darstellung von Frauen oder Geschlechtsklischees in Games nicht gefällt, niemand interessiert sich dafür solange die Quartalszahlen stimmen.
    Ich sage nicht, dass Frauen einfach die Schnauze halten sollen wenn sie eine Änderung im Business sehen wollen, ich sage sie sollen demonstrieren, dass sie als Käufergruppe relevant sind. Das hat auch garnichts mit Feminismus zu tun, denn das gilt für andere Minderheiten genauso. Wenn ich mehr Rollenspiele wie Baldurs Gate 2 im Jahre 2014 spielen möchte, dann muss es genug Menschen wie mich geben, die solche Spiele kaufen. Das ist nicht der Fall, also muss ich mich mit Nischenprodukten oder mit Kompromissen abfinden.

    So ist das im realen Leben, niemand ist verpflichtet, sich um deine Gefühle zu kümmern oder irgendwas auf dich zuzuschneiden.
    so ist das oder die sich nicht angesprochen fühlenden Spieler sollen über Crowdfunding, Mäzentum oder Eigeninitiative selber bessere Konzepte und Spiele bringen. Wenn EA mal wieder ein schlechtes Quartal nach Hause bringt, gibt das bei Aktionären ja leider dezent Ärger.

    Zitat Zitat von Finlay Beitrag anzeigen
    Dass es simple Unterhaltung ist entschuldigt aber trotzdem nicht, dass das Spieldesign in solch verbohrten Klischees feststeckt und das sogar noch ohne Not. Das Argument, dass erfolgreiches Blockbuster-Kino diese Rollenklischees bedienen _muss_ um erfolgreich zu sein ist Unsinn. Exzellentes Gegenbeispiel ist die Alien-Reihe. Lt. Ellen Ripley ist quasi das Musterbeispiel einer nicht klischeebeladenen, weiblichen Rolle die in einem Blockbustersetup perfekt funktioniert. Sie ist weder die "Damsel in distress", noch ist dieses Rollenklischee gezwungen umgekehrt worden, um ungeschickt zu betonen was für eine selbstständige und starke Frau sie ist. Nein, was sie definiert ist überhaupt nicht ihr Geschlecht. Sie ist einfach ein Charakter, der in diese Extremsituation geworfen wird und dabei zufällig eben eine Frau ist.
    Ihr Rolle ist sehr nachrangig dadurch definiert, dass sie eine Frau ist. Beweis dafür ist, dass dir dieser Aspekt vermutlich nie aufgefallen ist, eben weil es dir so selbstverständlich und beiläufig vorkommt, dass Ripley eine Frau ist, weil der Film eben nicht ständig Geschlechterklischees feuert, oder die ungeschickte Umkehrung eben jener.
    Ein Gegenbeispiel reicht leider nicht zur Widerlegung, ist ist ja kein Gesetz, nur eher eine Regel. Alien war erfolgreich, Terminator, es sind leider trotzdem eher Einzelfälle. Hunger Games ist aktuell ja auch nicht unerfolgreich, war auch glaube ich eine der wenigen erfolgreichen Blockbuster letztes Jahr.
    In Computerspielen ist die Welt viel grausamer, No One Lives Forever 1 und 2 waren trotz bester Kritiken finanzielle Fehlschläge, Mirror's Edge, Beyond Good & Evil, Perfect Dark,...
    man sollte den Entwicklern nicht vorwerfen, dass sie es nicht versucht hatten, die meisten werden einfach nicht genügend belohnt.

    Zitat Zitat von Finlay Beitrag anzeigen
    Das ist doch genau der Punkt den der moderne Feminismus beklagt. Dass sich zwar die oberflächlichen gesellschaftlichen Strukturen geändert haben, sich in den Köpfen der Menschen rein garnichts bewegt hat. Die sexuelle Revolution der 70er und die Befreiung der weiblichen Sexualität sind verpufft, auf Anfang gedreht. Das Bild der weiblichen Schlampe und des männlichen Aufreissers sind präsenter denn je in den Köpfen der Gesellschaft.
    Ich kritisiere diesen Feminismus nicht dafür, dass er meiner Meinung nach schlecht oder männerunterdrückend ist, sondern ich kritisiere ihn für seinen Mangel an Pragmatismus.
    Die Gesellschaft, in der eine Frau nachts alleine keine Vergewaltigung fürchten muss, ist selbstverständlich ein wünschenswertes und erstrebenswertes Ziel. Es ist aber leider genauso eine Utopie. Männer werden immer Frauen vergewaltigen und sich hinzustellen und von der Gesellschaft zu verlangen, dass Frauen das Recht und die Selbstverständlichkeit zusteht, niemals mehr sexuelle Übergriffe zu fürchten, ist einfach dumm.
    Ich als Mensch habe beispielsweise das verbriefte Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein Recht auf Eigentum, trotzdem laufe ich nicht in Unterhosen und Geldbündel jonglierend über den Berliner Schore-Strich. Auch wenn in den Köpfen der Gesellschaft dieses Recht auf Unversehrheit komplett selbstverständlich ist und sich jeder einig ist, dass ich eigentlich genau das tun könnte und niemandem damit eine Legitimation aushändigen würde, mich zu überfallen und auszurauben. Überfall und Raub sind geächtet und illegal, egal ob ich nackt Geldbündel jongliere oder ohne Blickkontakt durch die Menge spurte. Trotzdem gibt es eben einen gewissen Pragmatismus und Realismus der sagt "Was hast du erwartet?"
    Und das ist genau der Punkt den ich kritisiere. Dieser idealisierte Feminismus bezieht den fehlerhaften Menschen als Individuum nicht mit ein, sondern macht ausnahmlos alles zu einem gesellschaftlichen Problem.
    Wir sind uns alle einig, dass der Kommunismus am Individuum Mensch gescheitert ist und immer wieder scheitern wird. Das gleiche gilt für die Utopie einer Welt in der Frauen nie wieder sexuelle Übergriffe fürchten müssen.
    Ja, es ist wünschenswert und perfekt und nein, wir werden das niemals erreichen. Das sind einfach Realitäten, die ein Feminismus, der sich selbst Erfolg versprechen will, akzeptieren und miteinbeziehen muss, wenn er irgendwas verändern will.
    und einiges stimmt einfach nicht, da sind viele Vorurteile dabei, aber die Welt hat sich seit den 70ern deutlich gebessert in Sachen Gleichberechtigung.
    Im Mittel ist alles viel besser geworden, kannst das anhand vieler möglicher Faktoren abschätzen. Die Zahl der Vergewaltigungen ist gesunken trotz verstärker Sexualisierung der Gesellschaft (ok Teenieschwangerschaften sind gestiegen,), sexuelle Belästigung und Diskriminierung im Beruf und Alltag ist gesunken (auch wenn Einwanderer zweiter und dritter Generation aus patriarchaleren geprägten Ländern die gegenläufige Tendenz zeigen), immer mehr Männer nehmen sich Zeit für Kindererziehung etc.
    Viele FeminstInnen und Gender Spassten widersprechen diesen Fakten und tun so, als ob es stattdessen schlechter geworden ist, nur weil einige Berufe immer noch unausgeglichene Geschlechterverhältnisse haben und immer noch Lohndifferenzen bestehen. (die häufigst angegebenen Zahlen 2% von wirtschaftsnahen, 7% bereinigt von Bundesrechnungshof, 23% unbereinigt vom Rechnungshof (siehe gender pay day), 51% von der DIW).
    Die wollen nur wie früher die katholische Kirche allen Leuten vorschreiben, was sittlich ist.

    Ich sage nicht, dass sie Nutten sind, ich habe lediglich erklärt woher diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen kommen. Es ist wichtig, dass man sich das klar macht, damit man erkennt wogegen man hier ankämpft.
    Ja, die komplette sexuelle Befreiung und Gleichstellung der Frau ist das ideale Gesellschaftsmodel und nein, da werden wir niemals hinkommen. Menschen sind nunmal fehlerhaft und werden es immer sein.



    Unsinn, inwiefern verhält sie sich denn wie ein Mann? Sie kämpft mit allen verfügbaren Mitteln um ihr Überleben und das ihrer Mitmenschen. Das ist kein männliches Verhalten, das ist menschliches Verhalten.

    und um das Problem richtig anzugehen, muss man die echten Gründe angehen statt nur von Vorurteilen und alleine vom "gesunden Menschenverstand" geleitet Aktionismus zu fordern. Sexuelle Befreiung fordern und sich dann beschweren, wenn Männer sich darüber freuen, ist auch dämlich. Großteil der FeministInnen fordern leider nicht die Gleichstellung von Mann und Frau, sondern übertreiben den Scheiß. Da werden "männliche" Attribute durchgehend als negativ und "weibliche" Attribute als positiv betrachtet als ob alleine dadurch die Welt ein besserer Ort werden würde.

    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    Das Problem in der biologischen Argumentation liegt einfach darin dass ein Totschlagargument geschaffen wird und Ungerechtigkeit schlussendlich damit gerechtfertigt wird.
    Das Totschlagargument "biologistisch" (dieser Missbildung wird wirklich in bestimmten Kreisen gefröhnt) gibt es nur im imaginärem bösem "MINT-Feindbild" von behinderten Soziologen. Ich habe auch schon im tol geschrieben, jeder gute Wissenschaftler, egal ob Natur- oder Geisteswissenschaften, sollte sich immer den Grenzen seines eigenen Horizontes bewusst sein. Bis auf Neonazis, Fundamentalisten und Islamisten glaubt keiner daran, dass es rein genetische/biologische Gründe monokausal für irgendwelche soziologischen Befunde gibt. Es ist weitverbreitet akzeptiert, dass Genetik und Sozialisierung sich auch gegenseitig beeinflussen etc.
    Leider ist bei einem Gros der Geschlechterforschung genau das nicht bekannt, die berufen sich auf Postmodernismus und proklamieren rein soziale Einflüsse. Wenn jetzt z.B. anhand der naturwissenschaftlichen Berufe betrachtet die Zahl der Frauen sich in den Industriestaaten trotz mehr Gleichberechtigung seit den 70ern gesunken ist, in skandinavischen Staaten ist es am schlimsten, während in ärmeren konservativer geprägten Ländern genau das Gegenteil zu beobachten ist, kann man z.B. annehmen, dass die böse Sozialisierung und Rollenbild vllt nicht den übertrieben alleinigen Einfluss hat. Die mögliche Erklärung, dass in einer freieren Wohlstandsgesellschaft die Leute eher nach ihren Interessen gehen können und sich dann, wenn es biologische Effekte gibt, diese sich besser ausprägen können als in strengeren oder ärmeren Ländern, in denen man nur den Zwang hat, nicht zu verhungern und das erfolgsversprechenste nimmt. Es ist nicht auzuschließen, dass irgendwann mal während der Evolution irgendwas in die Gene hardcoded wurde, was damals vllt mal ein Vorteil war, aber evolutionäres Relikt einfach überdauert hat. Menschen sind leider doch keine einfachen Hüllen, auf die ein beliebiges Betriebssystem aufgelegt werden kann. Es gibt ja Untersuchungen darüber, wie schon die Anti-Baby-Pille psychische Veränderungen ausübt oder Testo spritzen.


    "Männer werden immer Frauen vergewaltigen" würde ich auch nicht so schnell abstempeln. Gemeint sind wohl eher Dinge wie Akzeptanz von häuslicher Gewalt (inklusive Vergewaltigung), subtile Belästigungen etc.
    Das Bild der leicht bekleideten Frau die durch die dunkle Allee spaziert und von einem Unbekannten hinter den Busch gezerrt wird ist zwar das Klischeebild, macht allerdings nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Fälle aus. Diese Art der Vergewaltigung wird genauso wie Raub, Mord und Totschlag natürlich immer bestehen. Aber vielleicht lässt sich wenigstens die Schwelle dazu heben indem übermäßige Objektifizierung nicht noch weiter vorangetrieben wird.
    und die Kriminalstatistiken sprechen eine positive Sprache trotz Objektifizierung. Du tust so, als ob in Deutschland eine "rape culture" wie in Indien bestehen würde.


    Übrigens zu deiner Münzwurftheorie. Ja, es hat sich tatsächlich so entwickelt und verfestigt, aber gerade hier sind es die anthropologischen Ansätze die beweisen wollen dass es eben nicht unbedingt so ist. Es gibt zB Völker in denen Frauen in Gruppen vorwiegend Männer vergewaltigen, oder welche in denen der biologische Vater unbekannt ist aber der Lebenspartner zum Vater erkoren wird. (sry sleeper, habe keine Quellen) Und das ohne Probleme zu verursachen. Soziale Strukturen sind einfach viel stärker als biologische Gegebenheiten.(auch ohne Quelle) Wenn früher (oder im Tierreich) der körperliche Stärkevergleich in vielen Fällen die Anführerposition sicherte, sind heutige Strukturen, in denen körperliche Gewalt großteils abgelehnt wird, nicht mehr biologisch erklärbar. Es ist sehr wohl möglich dass der Schwache über den Starken regiert. Sozialer Druck ist in vielen Fällen einfach stärker als biologische Gegebenheiten - und es geht eben genau darum diesen sozialen Druck aufzubauen anstatt mit Biologie zu rechtfertigen.
    Schließlich ist es unsere Kultur und nicht unsere körperliche Stärke die uns zB einem Tiger überlegen macht.
    und hier ist das Problem von vielen Soziologen: Sie gehen bereits mit einer vorgefertigten Erwartungshaltung an die Probleme und biegen sich notfalls viel zu viel zurecht.
    Deine fiktiven Kulturen sind desöfteren reine Fehlinterpretationen von ideologisch verblendeten FeminstInnen, war bisher im ganzen Beitrag zu faul im gender studies Thread nach meinen einst gesuchten Quellen zu suchen, aber hier reicht hoffentlich schon die Einleitung zum Matriarchat auf wikipedia.

    Niemand bestreitet soziale Einflüsse, sonst müsste ich, wie schon mehrmals gerantet, Moslems als genetische Missgeburten betrachten.
    Der Schluss ist leider überhaupt nicht machbar, dass weil soziale Ursachen vermutlich größeren Einfluss haben, biologische Einflüsse vernachlässigbar sind und jegliches Verhalten rein sozial formbar ist.
    Die geschlechterspezifischen Unterschiede gibt es einfach zu einem gewissen Maße, Klöten abhacken oder Hormone haben auf viele Charaktereigenschaften immer noch Wirkung.
    Ansonsten reden wir doch über eine freie Gesellschaft, in der jeder mit möglichst wenig gesellschaftlichem Zwang und Druck sich frei entfalten kann oder willst du eine totalitär-autoritäre Sozialisierung, damit die Leute alle "richtig" denken?

    €: Es gibt natürlich gute Geisteswissenschaftler, ich schaue gerne die Beiträge auf belleslettres.eu z.B. an, ich könnte sonst auch niemals irgendwelche Statistiken etc. verlinken, wenn ich nicht vertrauen könnte, dass Sozis zählen können. Leider ist der Anteil an Abschaumpseudowissenschaftler in Geistenswissenschaften höher als in MINT-Fächern und die ziehen das Bild so dermaßen runter.
    Geändert von schlaef3r (03. September 2014 um 18:49 Uhr)
    (15:30:25) (Calantiel) sleeper brauch eine freundin.
    Was denkt ihr über den Poster über euch? Huansohn? Schwachmat?[/center][/size]

  5. #1655
    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    Das Problem in der biologischen Argumentation liegt einfach darin dass ein Totschlagargument geschaffen wird und Ungerechtigkeit schlussendlich damit gerechtfertigt wird.
    Das reicht mir nicht aus, um es als Argument nicht zu berücksichtigen. Der Zweck heiligt nicht die Mittel und wenn der Feminismus sich nicht mit unliebsamen Wahrheiten auseinandersetzen kann und aus Bequemlichkeit sich lieber was von einer 100% anthropoligisch geprägten Kultur erzählt, kann ich das nicht ernstnehmen.

    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    "Männer werden immer Frauen vergewaltigen" würde ich auch nicht so schnell abstempeln. Gemeint sind wohl eher Dinge wie Akzeptanz von häuslicher Gewalt (inklusive Vergewaltigung), subtile Belästigungen etc.
    Das Bild der leicht bekleideten Frau die durch die dunkle Allee spaziert und von einem Unbekannten hinter den Busch gezerrt wird ist zwar das Klischeebild, macht allerdings nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Fälle aus. Diese Art der Vergewaltigung wird genauso wie Raub, Mord und Totschlag natürlich immer bestehen. Aber vielleicht lässt sich wenigstens die Schwelle dazu heben indem übermäßige Objektifizierung nicht noch weiter vorangetrieben wird.
    Alltagssexismus und häusliche Gewalt gehören (mit gewissen Abstrichen) auch dazu. Es ist nicht so, dass der Mann der seine Frau verkloppt oder der Jugendliche der ner jungen Frau an den Arsch grabscht, kein Unrechtsbewusstsein bezüglich ihrer Tat haben. Die Meisten erkennen ihren Übergriff eben schon, wissen dass es falsch ist, tun es aber einfach trotzdem, ganz ähnlich wie Diebe und Mörder. Ein grundlegendes Gesellschaftsproblem läge vor, wenn dieses Unrechtsbewusstsein nicht vorläge, wie beispielsweise in östlichen Ländern. Ein Araber lacht dich aus, wenn du ihm sagst es sei "falsch" seine Frau zu vermöbeln. Bei uns ist das anders. Kaum ein Mann wird, wenn er der häuslichen Gewalt überführt wird, aus allen Wolken fallen und sagen "Oh, ich dachte ich darf das." So ziemlich jeder Pöbler und Grabscher weiß, dass das eigentlich ein großer Arschloch-Move ist, den er da gerade abzieht, niemand "legitimiert" seine Taten durch die untergeordnete Rolle der Frau.

    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    Übrigens zu deiner Münzwurftheorie. Ja, es hat sich tatsächlich so entwickelt und verfestigt, aber gerade hier sind es die anthropologischen Ansätze die beweisen wollen dass es eben nicht unbedingt so ist. Es gibt zB Völker in denen Frauen in Gruppen vorwiegend Männer vergewaltigen, oder welche in denen der biologische Vater unbekannt ist aber der Lebenspartner zum Vater erkoren wird. (sry sleeper, habe keine Quellen) Und das ohne Probleme zu verursachen. Soziale Strukturen sind einfach viel stärker als biologische Gegebenheiten.(auch ohne Quelle) Wenn früher (oder im Tierreich) der körperliche Stärkevergleich in vielen Fällen die Anführerposition sicherte, sind heutige Strukturen, in denen körperliche Gewalt großteils abgelehnt wird, nicht mehr biologisch erklärbar. Es ist sehr wohl möglich dass der Schwache über den Starken regiert. Sozialer Druck ist in vielen Fällen einfach stärker als biologische Gegebenheiten - und es geht eben genau darum diesen sozialen Druck aufzubauen anstatt mit Biologie zu rechtfertigen.
    Schließlich ist es unsere Kultur und nicht unsere körperliche Stärke die uns zB einem Tiger überlegen macht.
    Ja, es gibt tatsächlich indigene Urwaldvölker, die in einem Matriachart leben und in denen die Männer eine untergeordnete gesellschaftliche Rolle spielen. Das ist aber kein Beweis für den rein anthropologischen Ursprung der menschlichen Kultur und "mit biologischen Ansätzen nicht zu erklären", wie gerne von Feministen angeführt wird.
    Diese Naturvölker einen drei entscheidene Charakteristika.
    1. Isolation
    2. geringe Populationsdichte
    3. Nahrungsüberangebot
    Ein solcher Lebensraum verringert die intraspezifische Konkurrenz quasi auf Null, was dazu führt dass das Aggressionspotential der Männer und der Gruppe an sich sinkt. In einem solchen Umfeld besteht kein Bedarf nach körperlichem Durchsetzungsvermögen, weshalb sich harmonische, kleine, isolierte Matriacharte bilden können. Die Anlagen sind aber nicht weg. Rode den Regenwald, pferch die Stämme in ein kleines und von Touristen frequentiertes Reservoir und der Anstieg an intraspezifischem Stress sorgt dafür dass sich die Gesellschaftsstruktur der Stämme schneller in ein Patriachart wandelt, als du "anthropologisch geprägte Kultur" sagen kannst.
    Gemünzt auf unsere Gesellschaft, die zwar über ein Überangebot an Nahrung verfügt, aber weder isoliert ist, noch über geringe Populationsdichte verfügt heisst das, dass ein solches Model kaum vorstellbar ist.
    Tatsächlich ist die Unterdrückung der Frau in den Gebieten der Welt am stärksten, auf die keine der drei oben genannten Punkte zutrifft, wie der mittlere Osten, Indien, Teile von Afrika, etc.

    Generell finde ich die Prämisse, dass der Mensch all seinen evolutiven Anlagen innerhalb von wenigen industrialisierten Generationen vollständig entwachsen sein soll einfach schrecklich naiv. Woher kommt diese Hybris und Vermessenheit, dass nur weil wir technologisiert sind, jetzt von einem Wimpernschlag der Erdgeschichte auf den anderen keine Tiere mehr sind?
    Zu sagen, dass der Mensch seine prähsitorische und primitive Natur abgelegt hat, ist reichlich zynisch, wenn im gleichen Augenblick Putin in die Ukraine einmarschiert und der IS Reporter vor laufender Kamera köpft.

    Und ums nochmal klarzumachen: All das sind selbstverständlich keine Entschuldigungen oder Legitimationen für bestehendes Unrecht und den Sexismus unserer Gesellschaft. Ich sage lediglich, dass eine pragmatische Herangehensweise von nöten ist, um überhaupt irgendwas zu erreichen. Idealisierter Feminismus, der seine Augen vor naturgegebenen Realitäten verschliesst wird scheitern, quote me on that.
    Geändert von Finlay (03. September 2014 um 19:23 Uhr)
    The hall of Flame

    Finlayspastentyp; Nerdtyp; unlustiger Hurensohn; Missgestalt des Jahrzehnts; Fingay to be continued

  6. #1656
    Zitat Zitat von Seshiro Beitrag anzeigen
    Das sind Beispiele, mit Zelda. Das ist Sexismus. Es ist nur eben kein tragischer, weil er aus einem Pragmatismus entstanden ist. Du bist auch sexistisch. Ich bin es auch. Das ist doch das was endlich mal geschnallt werden muss. Etwas als sexistisch zu bezeichnen heißt nicht es zu werten. Man kann etwas mögen und gleichzeitig wissen wo seine Fehler liegen. Das Hauptproblem ist doch, dass bei dem Vorwurf des Sexismus nur noch in schwarz und weiß gesehen wird und bei euch sofort die Scheuklappen hochgefahren werden. Mittlerweile wird so viel Geld in diese ganze Industrie geschoben, dass man auch erwarten kann, dass endlich mal etwas tiefgang und Reflektion stattfindet oder wollt ihr noch nen Spiele Magazin was einfach numerische Bewertungen macht?
    Zelda ist nicht sexistisch, ich bin nicht sexistisch und so wie ich dich einschätze bist du ebenfalls nicht sexistisch. Hier ist nochmal die Definition aus dem Duden:
    "Vorstellung, nach der eines der beiden Geschlechter dem anderen von Natur aus überlegen sei, und die [daher für gerechtfertigt gehaltene] Diskriminierung, Unterdrückung, Zurücksetzung, Benachteiligung von Menschen, besonders der Frauen, aufgrund ihres Geschlechts"

    Das ist Sexismus. Diskriminierung, Unterdrückung. Du kannst dir nicht einfach deine eigenen Definitionen ausdenken und sie jemandem an den Kopf werfen.


    Spiele sind ein essentieller Bestandteil unserer heutigen Kultur und formen diese auch aktiv mit(Pokemon, Minecaft, Shooter, LoL ...), da ist es selbstverständlich dass man diese auch wie andere Medien behandelt. Da braucht man auch kein Bestandteil der "Gamer Culture" sein um das hinterfragen zu können. Es ist vermutlich sogar von Vorteil, weil man mit einer größeren Distanz an solche Sachen herangeht. Vielleicht nicht umebdingt wenn man ihre Mechaniken hinterfragen will, aber die Geschichten und Welten, die heutzutage leider der Selling-Point der AAA Spiele sind.
    Hab die wichtigste Stelle mal fett markiert, da stimme ich nämlich voll zu. Spiele sollten so wie andere Medien behandelt werden. Das heißt, dass man nicht direkt nach Zensur schreit, wenn die eigenen zarten Gefühle verletzt werden. Kein Rumgeheule über zu große Titten bei Dragon's Crown, kein Rumgejammere wegen der Vergewaltigungsszene in Hotline Miami 2, kein Geschrei über zu attraktive Videospielfiguren und virtuellen "Sexismus". In ernstzunehmenden Medien wie Film, Literatur, Fotographie usw. werden Leute, die von Künstlern verlangen, sich selbst zu zensieren, nämlich zurecht verlacht.
    Damit komme ich auch zum eigentlichen Thema zurück, um das es mir ging:
    Feministinnen wie Sarkeesian verlangen nach Zensur für alles, was sie für "offensiv" und "sexistisch" halten. Das schadet dem Medium.

    The Witcher mit den Hexen die man wortwörtlich Sammeln kann, nachdem man mit ihnen gefickt hat. Dishonored war glaube ich das erste Spiel bei dem ich mich wirklich schlecht nach einigen Entscheidungen gefühlt habe, zB die "Rettung" einer der Schwestern.
    Ich verstehe nicht, wie man sich von ein paar Pornobildchen angegriffen gefühlt werden kann. Hab The Witcher nur bis Kapitel drei gespielt, aber wenn ich mich recht erinnere waren diese Sachen doch einfach optional. Wer sowas nicht will, wird in dem Spiel auch nicht dazu gezwungen. Sehe das Problem überhaupt nicht.
    Dishonored habe ich nur kurz angespielt, kann deswegen nichts dazu sagen.


    Nein. Aber ich Spiele tatsächlich auch aus moralischen Gründen keine Battlefields oder CoDs. Will die Industrie dahinter nicht unterstützen und auch keine Gelder an Rüstungsindustrie durch so etwas befördern. Und fühle mich nicht wohl mit dem Setting das sie anbieten. Werde aus dem gleichen Grund auch kein WatchDogs kaufen. Aber ich bin auch nicht ihre Zielgruppe.
    Hatte mich auch am Anfang schwer getan Bioshock Infinite zu kaufen, als bei mir die Feststellung kam, dass es massivst überproduziert sein wird.
    Die Einstellung sei dir gegönnt. Kannst gerne aus moralischen Gründen darauf verzichten, Spiele zu kaufen.


    Nein, aber es würde ihnen gut tun inklusiver zu sein. Und es wird zum Glück passieren(Sorry Shard.). In dem großteil der größeren Spiele, die ich gespielt habe, war das Frauenbild immer auf eine sehr funktionale komponente reduziert(Muss aber ehrlich sagen, dass ich das letzte mal etwas wirklich AAA-iges vor mehr als nem Jahr angefasst habe), das ist als negativ zu bewerten, das muss geändert werden. Das kann es auch, indem man bessere Autoren integriert, die nicht einfach nur gescheiterte Buchautoren sind. Wenn ich von meinem Dozenten in Storyworlds extrapolieren darf ist das leider so. Der hat an Assasins Creed mitgearbeitet.
    Spiele sind nicht dafür da, die Wirklichkeit zu repräsentieren. Spiele müssen nicht Frauen so darstellen, wie sie in der echten Welt sind (können sie natürlich, müssen sie aber nicht), ebenso wie sie nicht Männer darstellen müssen, wie sie in der Wirklichkeit sind. Spiele haben keine pädagogische Aufgabe, Spiele sind hauptsächlich ein Unterhaltungsmedium.
    Verstehe das Statement mit Inklusivität auch nicht. Was bedeutet das? Sind Videospiele nicht schon ein extrem inklusives Hobby? Wird doch niemand daran gehindert, daran teilzunehmen, bzw. gezielt ausgeschlossen.
    Geändert von Verdammnis (03. September 2014 um 21:37 Uhr)

  7. #1657
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  8. #1658
    Kommt da noch eine Stellungnahme unserer Feministen?
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  9. #1659
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  10. #1660
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    (15:30:25) (Calantiel) sleeper brauch eine freundin.
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  11. #1661
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    1500 Wörter und noch nicht fertig Muss Pause machen, sorry.
    Geändert von Seshiro (06. September 2014 um 20:17 Uhr)

    Can you dig it?

  12. #1662
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    Zitat Zitat von oO_Oo Beitrag anzeigen
    Internetrechnung nicht bezahlt und von Handy zu tippen war mir zu umständlich. Werde aber noch was dazu schreiben die Tage
    Wieso zahlst nicht? Oo

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  13. #1663
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    Ich finde bei der Diskussion da oben wird sowieso so langsam Zeit für "agree to disagree". Es war schön und interessant dass wir sie hatten (Ich hab sie ja quasi entfacht), aber jeder Mensch hat halt andere Ansichten und Grenzen und priorisiert unterschiedliche Sachen höher oder niedriger. Selbst Definitionen sind manchmal nicht ganz eindeutig, je nach dem welche Quelle man nimmt.

  14. #1664
    Zitat Zitat von Staddi Beitrag anzeigen
    Finds super: Meine Schwester und ihr Freund laden sich Wir sind die Millers runter, ziehen Monate später aus (war mal eine WG und hab nun die Wohnung komplett für mich) und nun kommt Post vom Anwalt mit einer Forderung von 815 Euro. Hab echt solche Failfamilienmitglieder hier
    Filesharing oder OCH?

    Man muss ja im Bilde bleiben, was gerade überwacht / abgemahnt wird

  15. #1665
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    ham die das über torrent gesaugt? Weil eigentlich ist saugen selbst ja nicht so hoch strafbar, nur anbieten.

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