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  1. #76
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    Wird im Gemeindehaus meiner kleinen Stadt aufgeführt. Bevor hier aber jeder denkt, ich würde jetzt damit mein Geld verdienen und sei der Held vom Erdbeerfeld: Das ganze ist eine Auftragsarbeit und durchweg mit Amateuren besetzt, und keiner verdient dabei einen Cent.

    Vom ersten Stück existiert sogar eine Aufnahme, die DVD hab' ich hier rumfliegen. Habe allerdings noch nie so einen schlechten Schnitt gesehen
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  2. #77
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    dass man ne kamera reinschmuggeln kann ist mir bewusst, nur ich werds nicht können.
    und sry, hab mir auch nicht gedacht, dass du wirklich damit geld verdienst. trotzdem eine nette sache .
    also gogo, ich will das sehn .

  3. #78
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    NEION - eine Wutschrift in knallrot

    Ich habe eine seltsame Beziehung zur NEON, diesem moralinsaurem, überheblichen und eingebildeten Idiotengeschwafel in Zeitschriftenformat - einmal im Monat sucht dieses Presseprodukt, gerne mit zu ihrem Namen passenden pinken, neongelben oder grellgrünen Titelblättern um sich greifend die Auslagen des Presseartikelfachgeschäfts meines Vertrauens heim. Ich hatte eine Phase meiner frühpubertären Entwicklung (und ein kleines bisschen dieser Angewohnheit pflege ich heute noch gerne), in der ich mich gerne bewusst, von ganzem Herzen und lustvoll ärgerte - über den Umgang mit Atomkraft und die sträfliche Vernachlässigung des Umweltschutzes, beispielsweise, oder über die stiefmütterliche Behandlung der erzkonservativen und fast schon gefährlichen Strömungen in der Politik und der katholischen Kirche, und über volksverdummende Presseerzeugnisse wie die BILD, die FRAU IM SPIEGEL (deren Werbeversprechen doch tatsächlich “Ich habe es zuerst gewusst” lautet) und eben die besagte NEON. Gleichzeitig allerdings übt doch zumindest die NEON eine gewisse Faszination auf mich aus. Während ich um jegliche BILD-Produkte seit jeher einen großen Bogen mache und seit dem besagten FRAU-IM-SPIEGEL-Werbespot auch das Vorabendwerbeprogramm der ARD weiträumig umfahre, zieht mich die NEON-Website doch immer wieder an, vor allem nachts, wenn man sich vor dem Einschlafen gerne noch die tägliche Portion Gesellschaftswut reinzieht und diesbezüglich keine Lust auf die Tageszeitung oder die Pornoindustrie hat - wahrscheinlich weil ich dem Grundgedanken des Magazins allgemein doch garnicht so fern bin. Nun hat meine Schwester, auf der Suche nach einer zu ihr passenden Zeitschrift (weiblicher selbstbezogener Aktionismus, bitte nicht überbewerten) trotz meiner leeren Drohungen und apokalyptischen Warnungen “zum Ausprobieren” auch mal eine Neon gekauft, und ich konnte von Anfang an nur schwer dem inneren Drang widerstehen, das Ding erst zu lesen und danach in der Luft zu zerfetzen. Getan habe ich es dann doch, wobei der zweite Teil noch aussteht.


    NEON ist zum Kotzen. Grauenhaft. Zutiefst entpolitisiert, obwohl sie selbst gerne das Gegenteil wäre und es aus Feigheit und, vermutlich, Ahnungslosigkeit, doch nicht ist. Überheblich und eingebildet, ziehen die Autoren doch gerne regelmäßig (und irgendwie zurecht) über Spottblätter wie die BILD und vollkommen inakzeptabel konservative Kirchenlächerlichkeiten und Politikerexkremente her, dies allerdings in einem Tonfall und auf eine tiefengedankenfreie Art und Weise, der aus sinniger und sinnvoller Kritik leere Belustigung und eine simple Wutprobe (des Lesers) macht, sodass die NEON schlussendlich keinen Deut besser ist als die von ihr so scharf der Lächerlichkeit preisgegebenen. Hinzu kommt ein so deutlich zur Schau getragenes, zwischen Ökologendenken, Intellektuellengehabe und Moralaposteln erdrücktes Gutmenschentum und weltoffenes Hippiegetue, dem sich aus Sicht des Magazins wohl nicht nur die gesamte Gesellschaftsschit im Alter zwischen 18 und 28 zu ergeben hat, sondern, noch viel schlimmer, ergeben ist, dass man einfach nur noch Übelkeit verspürt. Die NEON will in ihrer offensichtlichen Ach-so-alternativen Lebensweise all denen Mut zusprechen, die in Nerdbrille und mit Supermario-T-Shirt im Starbucks sitzen, Latte M (denn so heißt das doch, neudeutsch) saufen, über freie Liebe diskutieren und sich dabei so unheimlich alternativ, andersartig und besser fühlen - die NEON ist das Unterschichtenmedium für die, die gerne anders wären, aber es nicht sind. Dabei legt das Magazin eine so unheimliche Menschenunkenntnis und mangelnde Empathie ihrer Zielgruppe gegenüber an den Tag, dass es beinahe berauschend ist. Da wird über Auslandsaufenthalte, Sex und Freidenkertum gelabert, aber tiefere Gedanken werden in kleinster Weise gefasst, stattdessen wird über jegliche Kritik hinweggesehen (denn das sind dann wohl die langweiligen, angepassten Normalos) und sich weiter dem eigenen Senf befasst. NEON ist Schubladendenken und Im-eigenen-Saft schwimmen bis zum erdrücken, und zwar ohne jegliche Selbsterkenntnis - das hat beispielsweise sogar die Frau im Spiegel hier voraus. Die NEON ist oberflächlich, dümmlich und heuchlerisch, und damit keinen Deut besser als all die ebenso menschenunfreundlichen Feindbilder, die sie so gerne denunziert. Klar landet sie in ihrer grundsätzlichen liberalökologischen Hippiehaltung einige Treffer, nicht zuletzt bei mir selbst, aber der ganze Überbau ist so vollkommen dämlich versimplifiziert und verstyled und somit jedem tieferen Gedankengang beraubt, dass von der grundsätzlichen Idee nicht mehr viel übrigbleibt.

    Meine Schwester betitelte das Magazin übrigens im Nachhinein als “doof”, und ich habe aufgeatmet.
    Und mir gleichzeitig sorgen über möglicherweise mangelndes pubertäres Rebellentum gemacht.

    In was für einer Welt leben wir eigentlich?


    Edit: Letztenendes ist der Text vielmehr Selbsterforschung meinerseits (absichtlich oder nicht) als ernstgemeinte Kritik, ich weiß aber nicht ob man das als Außenstehender sieht :/
    Geändert von LongWayHome (06. August 2011 um 11:57 Uhr)
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  4. #79
    Hate doch mal was, was nicht jeder hatet. Also nicht Biss und Neon. Irgendwie ist es ja doch lustig zu lesen. Verreiss doch mal Harry Potter. Oder Goethe. Munition liegt genug rum, Neon und Biss sind ein bisschen (haha) einfach.

    (Neon ist für mich übrigens einfach komplett egal. Selten eine so unsiginifikante Zeitung gelesen. Manche Artikel sind gut, manche nicht. Die meisten sind einfach egal. Achja, die "Deutschen Geschichten" sind irgendwie immer recht komisch.
    Geändert von Cpt Kuesel (16. August 2011 um 00:42 Uhr)
    Zitat Zitat von Verdammnis Beitrag anzeigen
    "Tut mir Leid, wir vermieten nur an Frauen."
    Warum nicht gleich "Tut mir Leid, wir vermieten nicht an Juden."

  5. #80
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    wusste nicht dass Neon vom Durchschnittsmenschen gehated wird.

    Und außerdem ist es mir egal.
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  6. #81
    Keine Ahnung was ein Durchschnittsmensch ist, jedenfalls ist Neon haten (imo) durchaus en vouge.
    Zitat Zitat von Verdammnis Beitrag anzeigen
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    Warum nicht gleich "Tut mir Leid, wir vermieten nicht an Juden."

  7. #82
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    Morgens steht der Michel auf,
    geht an die Tür und dreht den Knauf
    tritt darauf in die Welt hinaus
    ruft: Tora! Tora! Tora!

    Der Wagen steht an seinem Platz
    Das Weibchen, das macht Sitz
    Auf dem Misthaufen sitzt der Hahn
    ruft: Tora! Tora! Tora!

    Der Mensch, das Tier mit Eigenschaften
    Ach, unwissender Leichtmatrose
    unterwegs auf der Titanic, ohne Kapitän

    Und abseits der Kritikant, sein Name Kerosin.
    Sein Handeln, das ist grauenhaft
    und außerdem auch tödlich.
    Jetzt mit mehr blauen Flammen!

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