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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ATI-Treiber unter Linux installieren



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13. September 2003, 18:04
Original geschrieben von XFreeX
Einen schoenen guten Tag!

Um die gute Arbeit von Killertomate noch ein wenig fuer die ATI User abzurunden, hier eine kurze Anleitung, wie man unter Mandrake 9.1 und SuSE 8.2 die ATI- Treiber zum laufen bekommt.

SuSE 8.2

1) SuSE ist mit dem mitgelieferten Kernel 2.4.20-athlon beschissen. SuSE hat Kernelpatches eingespielt, bei denen zumindest der ATI Treiber auf meiner Radeon 8500 extrem bescheiden laeuft. Instabil ist gar kein Ausdruck.

1b) Sollte man es trotz meinen Warnungen mit dem mitgelieferten Kernel versuchen wollen, so hat man bei der Installation des Treibers das Problem, dass die Header Dateien der Quellen sich von denen des Kernels unterscheiden. Danke nochmal an SuSE an dieser stelle. Die Kernelmodule werden nicht kompilieren und man wird freundlich darauf hingewiesen, doch ein paar Sym-Links richtig zu setzen.
Loesung:
-mit "su -" als root anmelden.
- cd /use/src/linux
- make cloneconfig
-make dep
-make clean

Danach sollte man das rpm-File installieren koennen und die Kernelmodule sollten kompiliert werden.
Backt man seinen eigenen Kernel hat man dieses Problem nicht.

2) Man backe sich also einen neuen Kernel, das Kernelupdate von SuSE behebt das Problem nicht, weil auch dort die endgeilen SuSE Patches eingespielt wurden. Man zieht sich also bei www.kernel.org die 2.4.22 Sourcen und geht frisch ans Werk. Wie man das bewerkstelligen kann, kann der Anfaenger hier (http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?threadid=20583) nachlesen.

3) So, der Kernel ist mit AGPGART Unterstuetzung gebaut, installiert und bootet ohne nennenswerte Kernelpanic. Man zieht sich nun den folgenden Treiber herunter: http://www2.ati.com/drivers/firegl/fglrx-glc22-4.3.0-3.2.5.i586.rpm

4) Anmelden als root. Ab ins Verzeichnis, in welches man das rpm-File gespeichert hat.

5) rpm -Uvh fglrx-glc22-4.3.0-3.2.5.i586.rpm

Die Kernelmodule werden nun kompiliert und installiert.

Danach ein fglrxconfig ausfuehren und die Sache konfigurieren. An dieser Stelle ist zu sagen, dass man spaetestens ab jetzt nicht mehr Sax2 benuzten sollte, weil dies die Config-Datei wieder schoen ueberschreibt.
Unter SuSE hat man nach einem Reboot das Problem, dass das AGPGART-Modul nicht geladen wird, wenn der Rechner frisch bootet.
Entweder man startet es immer von Hand, oder traegt folgende Zeile in die /etc/init.d/boot.local-Datei ein:

/sbin/insmod agpgart

Dann den X-Server neu starten mit CTRL+ALT+BACKSPACE

et Voila, man erfreut sich an Hardwarebeschleunigung unter Linux.

Mandrake 9.1

Man geht genau so vor wie unter SuSE, nur dass man keinen kernel backen und nicht das AGPGART-Modul von Hand laden muss.

Wie ueberuefe ich, ob die Module geladen wurden?

als root in einer shell folgendes eintippen

lsmod
Es erscheint eine Liste der aktuell geladenen Kernelmodule, in welcher man sowohl das Modul "fglrx" als auch das Modul "agpgart" finden sollte.

Sollten noch Fragen bestehen, dann haut rein und postet sie...aber wohl nicht in diesen Thread.

Gruss und viel Erfolg, Stefan