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darkdarkerdarkness
27. Dezember 2008, 20:31
Die Scheibenwelt

Die Scheibenwelt ist eine scheibenförmige Welt mit einem Umfang von ca. 30.000 Meilen (ca. 48.000 km), die auf den Rücken von vier Elefanten (Berilia, Tubul, Groß-T'Phon und Jerakeen) ruht. Diese wiederum stehen auf dem Rücken der Sternen-Schildkröte Groß-A'Tuin, die durch den Weltraum „schwimmt“ – ein Weltbild, das von der indischen Mythologie inspiriert ist.

Auf den ersten Blick erscheint die Scheibenwelt wie eine (relativ) normale Fantasywelt. Die Geschichten parodieren jedoch zum einen klassische Fantasy- und Science-Fiction-Motive und zum anderen auch Themen aus unserer Welt (der „Rundwelt“) und unsere Art narrativen Denkens. Die Scheibenwelt ist ein Ort, an dem Geschichten, Allegorien und Metaphern real sind. Es gibt dort tatsächlich Zahnfeen, einen Weihnachtsmann (den „Schneevater“), Götter und viele andere Dinge, an die Menschen glauben oder geglaubt haben. In der Scheibenwelt werden Dinge real, wenn man an sie glaubt, im Unterschied (oder auch nicht) zu unserer Welt. Klassische Motive des Humors, wie dass von einer durch eine Explosion weggefegten Person einzig die rauchenden Schuhe stehen bleiben oder bei Kutschenexplosionen ein brennendes Rad aus den Trümmern rollt, werden ebenso aufgegriffen, wie die Chance von Eins in einer Million aus dem Action- und Heroenkontext, die selbstverständlich stets eintritt. Ironisch thematisiert werden z. B. alltägliche Themen wie Rock’n’Roll, Filme, Glaubwürdigkeit der Presse, Religion, Philosophie, Wirtschaft, chinesische und ägyptische Geschichte, Politik (z. B. Regierungsformen), Krieg und vieles mehr. Nicht einmal Computer fehlen, eine magische Maschine namens HEX übernimmt deren Funktion.

Pratchett parodiert das Genre der Fantasy, erschafft dabei aber auch gleichzeitig eine eigene durchaus glaubhafte Welt, in der mit abgründigem Humor ernsthafte Themen behandelt werden. Das gesamte Personal gängiger Fantasy kommt zum Einsatz. Zauberer z. B. sind dafür bekannt, dass sie ständig rauchen und deswegen kurzatmig sind (Tolkien). Sie bekämpfen namenlose Dinge, die ständig versuchen, in die „reale“ Dimension herüberzuwechseln (Lovecraft). Es gibt weibliche Zwerge, die von den traditionellen Zwergen diskriminiert werden (die darauf beharren, es gäbe nur männliche Zwerge). Es gibt Helden im Pensionsalter, abstinente Vampire, eine multi-ethnische Polizeitruppe, sowie Hexen, Kobolde, Trolle, Golems, Elfen und Banshees...

Der Geschäftsmann mit dem Namen „Treibe-Mich-Selbst-In-Den-Ruin“ Schnapper ist seiner ausgefallenen Geschäftsideen wegen berüchtigt. Nach jedem Bankrott verkauft er grässliche Würstchen, um seine Schulden abzuarbeiten. In verschiedenen Büchern hat Pratchett diesen Charakter immer wieder auftauchen lassen, der in abgewandelter Form in allen Gegenden der Scheibenwelt zu finden ist.

Der anthropomorphe personifizierte „Gevatter Tod“, das Skelett mit der Sense, ist eine in fast allen Romanen wiederkehrende Nebenfigur. Eine Reihe von Romanen ist ihm gewidmet, so z. B. Schweinsgalopp, Gevatter Tod, oder Alles Sense. Die Besonderheit des Todes ist, neben seinen blauen Augen, dass er stets in Kapitälchen spricht, was einerseits auf die Gravität und Einzigartigkeit der Stimme des Todes anspielt (die im Buch so beschrieben wird, als würde ein Sargdeckel zufallen), andererseits aber viel Spielraum für Humor lässt, wenn beispielsweise der Tod in einem Roman nicht explizit auftaucht, aber eine Nebenfigur im Gedränge der Stadt Ankh-Morpork einen Passanten anrempelt, sich entschuldigt, und der Angerempelte in Großbuchstaben antwortet und andeutet, dass man sich sicherlich bald beruflich wiedersehen werde. Als weitere Gestalt, die in vielen Geschichten auftaucht, ist der Bibliothekar zu nennen, der in einer frühen Geschichte durch einen magischen Unfall in einen Orang-Utan verwandelt wird.

Viele Romane weisen Querverbindungen auf; so werden zum Beispiel in einer Geschichte Bücher erwähnt, die bei einem berühmten Brand vernichtet geglaubt waren. In einem später erschienenen Roman aber, einem in der Scheibenweltzeit früher handelnden Buch, erreicht der Bibliothekar die besagte berühmte Bibliothek während des Brandes durch den so genannten B-Raum (L-Space), ein Konstrukt, das sämtliche Bibliotheken durch Raum und Zeit verbindet.

Ein weiterer Running Gag, der sich durch viele Bücher zieht, sind Sprachfehler oder eine spezifische Ausdrucksweise einzelner Akteure, die weniger durch die Beschreibung als durch das Schriftbild zum Ausdruck kommen und dadurch meist besser dargestellt werden, als es beschrieben werden kann.

Für weitergehende Informationen zu regelmäßig auftretenden Personen und wichtigen Schauplätzen siehe Figuren und Schauplätze der Scheibenwelt-Romane.

JeT.BoosTer
28. Dezember 2008, 20:36
cool

Apfeltortex3
08. Januar 2009, 14:08
klingt interresant^^

MisterM
08. Januar 2009, 15:14
Manche Leute lesen sogar Scheibenweltbücher ... o.O. Leider habe ich bisher nur eines lesen können.

Apfeltortex3
08. Januar 2009, 15:21
^^
ich lese lieber Threads als bücher muss in 3 tagen noch Krabbat lesen un hab noch ner angefangen XDDDD

darkdarkerdarkness
08. Januar 2009, 15:31
Bitte weniger offtopic, was haltet ihr von der Zusammenfassung?

MisterM
08. Januar 2009, 15:37
Die Zusammenfassung, welche mit Mühe von den Wikipedia-Nutzern zusammengetragen wurde, ist natürlich aufschlussreich.

Warcraft_Freak
08. Januar 2009, 16:14
ist natürlich crap. WIE KANN MAN TERRY PRATCHETT NUR AUF DEUTSCH LESEN? da gehen 50% der witze verloren... habe etwa 90% der existenten scheibenweltbücher gelesen (das sind ziemlich viele), davon vielleicht 3 oder 4 auf deutsch, und die waren alle schlecht übersetzt.

Cpt Kuesel
08. Januar 2009, 21:48
Original geschrieben von Warcraft_Freak
ist natürlich crap. WIE KANN MAN TERRY PRATCHETT NUR AUF DEUTSCH LESEN? da gehen 50% der witze verloren... habe etwa 90% der existenten scheibenweltbücher gelesen (das sind ziemlich viele), davon vielleicht 3 oder 4 auf deutsch, und die waren alle schlecht übersetzt.

http://onni.jkl.fi/~lauri/kuvia/not_this_shit_again.jpeg

JeT.BoosTer
11. Januar 2009, 02:14
Neger (Deutsch)

Substantiv, m
Kasus Singular Plural
Nominativ der Neger die Neger
Genitiv des Negers der Neger
Dativ dem Neger den Negern
Akkusativ den Neger die Neger

Silbentrennung:

Ne·ger, Plural: Ne·ger

Aussprache:

IPA: [ˈneːgɐ], Plural: [ˈneːgɐ]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] heute oft abwertend: ein dunkelhäutiger Mensch subsaharischer Abstammung
[2] Vorläufer des Teleprompters
[3] oberdeutsch: Biermischgetränk, Mixgetränk, welches aus Cola und Weizenbier besteht
[4] Fotografie: Vorrichtung zum Abdunkeln der Beleuchtung bei Atelieraufnahmen
[5] Literaturbetrieb: Person, die für eine andere Texte verfasst

Anmerkung:

ad [1]: Der Begriff wird heute von vielen als geringschätzig empfunden und daher abgelehnt; früher wurde die Bezeichnung jedoch neutral, also ohne rassistische Konnotation, verwendet. Allerdings wurde die Bezeichnung ursprünglich im Zusammenhang mit Rassentheorien, welche wiederum mit dem transatlantischem Sklavenhandel und Kolonialismus in Verbindung standen, gebraucht. Der Begriff bezog sich dabei immer auf eine angenommene Minderwertigkeit Schwarzer.
Insbesondere von Vertretern der Political Correctness, aber vor allem auch von Menschen mit schwarzer Hautfarbe wird der Begriff heute abgelehnt. Als Alternativen stehen Bezeichnungen wie Afrikaner/Afrikanerin, Schwarzer/Schwarze oder, allgemein, Farbiger/Farbige zur Verfügung. Eine weitere Bezeichnung für Deutsche mit afrikanischer Abstammung wäre Afrodeutscher bzw. Afrodeutsche, auf andere Länder bezogen entsprechend beispielsweise Afroamerikaner bzw. Afroamerikanerin.

Herkunft:

über spanisch oder portugiesisch: negro von lateinisch: niger = schwarz

Synonyme:

[1] veraltet: Mohr; Nigger (Schimpfwort)
[3] Colaweizen, Mohr
[5] Ghostwriter

Oberbegriffe:

[1] Hautfarbe, Rasse, Mensch
[3] Biermischgetränk, Biermixgetränk, Getränk, Genussmittel

Beispiele:

[1] Die Bevölkerung Afrikas ist sehr vielfältig. Die größte Gruppe bilden die Neger - (Bertelsmann Hausatlas 1960)
[3] Ein Neger wird üblicherweise im Weizenglas serviert.

Redewendungen:

wie zehn nackte Neger angeben

Weibliche Wortformen:

Negerin

Verkleinerungsformen:

Negerlein

Abgeleitete Begriffe:

Negerkuß, negern, negrid, Negride, Nickneger, Negerbrot

Übersetzungen [Bearbeiten]
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* Englisch: [1] Negro → en; [2] cue card → en
* Französisch: [1] nègre → fr m
* Italienisch: [1] negro → it m
* Japanisch: [1] 黒人 (こくじん, kokujin) → ja, 黒ん坊 (くろんぼう, kurombō) → ja



* Rumänisch: [1] negru → ro
* Russisch: [1] негр (njegr) (ru)
* Spanisch: [1] negro → es (Schwarzer)
* Türkisch: [1] zenci

Dialektausdrücke:

* Mitteldeutsch:
o Ostmitteldeutsch:
+ Berlinisch:
+ Thüringisch-Obersächsisch:
# Erzgebirgisch: Näscher
# Meißnisch: Näscher
# Osterländisch: Näscher
# Vogtländisch: Näscher
o Westmitteldeutsch:
+ Ripuarisch: Klütte



* Niederdeutsch:
o Niedersächsisch:
* Oberdeutsch:
o Alemannisch:
o Bairisch:
o Fränkisch: Necher
o Oberösterreichisch: Nega

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Neger“
[1, 2, 4] Wikipedia-Artikel „Neger (Begriffsklärung)“
[3] Wikipedia-Artikel „Biermischgetränk#Neger“

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Neger“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Neger“
[1] canoo.net „Neger“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Neger“

Ähnliche Wörter: Negativ