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Strategien
Micro- und Macromanagement
Micro- und Macromanagement sind zwei sehr wichtige Dinge, die in jedem
Spiel angewendet werden können. Diese beiden Begriffe tauchen auch
immer öfter in den verschiedensten Taktiken auf. Da sie eigentlich
sehr wichtig sind, werde ich hier beide genau erklären und
Beispiele bringen.
Stellen wir uns mal eine ganz normale Spielsituation vor. Es kommt
zu einem ersten Kampf und die meisten Spieler (vor allem Neulinge)
werden sich hier ganz darauf konzentrieren, ihn beobachten und
hoffentlich daraus lernen. Doch was ist mit der Basis in der Zeit des
Kampfes? Gebäude bauen? Einheiten bauen? Upgrades machen? Tja das
wurde jetzt wohl vergessen... und hier kommt Micro- bzw. Macromanagement
ins Spiel.
Zuerst einmal die Erklärung:
Micromanagement
Beim Micromanagement geht es darum, kleine Gruppen von Einheiten bzw.
eine kleine Zahl von Einheiten sehr gut zu kontrollieren und zu dirigieren
um einen Vorteil oder auch den Sieg herbeizuführen. Voraussetzung
für Micromanagement ist eine gute Beherrschung aller Einheiten
und die Fähigkeit, sie besser einzusetzen als der Gegner. Beispiele
für Micromanagement sind das Einsetzen von Zaubersprüchen
und Fähigkeiten wie z.B. Schrei des Krallen-druiden bei den Nachtelfen und Polymorph der Zauberin der Menschen.
Aber auch in Schlachten gibt es Micromanagement, z.B. wenn ich 5 Bogenschützinnen
gegen 2 Grunts kämpfen lasse. Da bringt es nicht viel, wenn alle
nach Belieben irgendwen angreifen. Effektiver ist es, alle 5 Schützinnen
auf 1 Grunt zielen zu lassen bis der tot ist, dann auf den nächsten
usw... Das geht schneller und ist viel stärker. Und das nennt sich
Micro-Management.
Macromanagement
Beim Macromanagement geht es nicht mehr um die kleinen Dinge des Spiels,
sondern es wird nur noch das Spiel als ganzes betrachtet und die groben
Dinge sind hier wichtiger. Hier wäre das Beispiel von oben, der
Angriff, genau das Richtige. Denn im Macromanagement baut man Einheiten und hetzt sie zunächst einfach auf die Gegner, ohne diese Einheiten
genau zu dirigieren. Genauso achtet man auch darauf, während des Kampfes weiter Einheiten zu bauen und die Entwicklung des eigenen Spiels voranzutreiben. Zu Macromanagement
zählen auch die Überlegungen, wie man am besten die ganze
Karte kontrolliert, mehr Rohstoffe abbaut oder wie man den Gegner effektiv unterdrückt.

Ein Beispiel für pures Macromanagement mit den Ork
(Vergrößern per Click)
Wann Micro und wann Macro?
Und wann setzt man nun Micro- oder Macromanagement ein? Nun, diese Frage
ist recht einfach zu beantworten: Beides zusammen. Die Möglichkeit dazu wird allerdings von den Fähigkeiten des Spielers limitiert, weil sich zwei Aufgaben zugleich oftmals nicht gleichermaßen gut oder auch nur gut genug erfüllen lassen. Je nach Situation empfiehlt es sich also die Gewichtung zwischen den beiden Hauptaufgaben anzupassen. Wenn der Gegner z.B. nicht viel expandiert und auch nicht besonders
stark ist, kann mehr Wert auf Macromanagement gelegt werden. Schnell massig
Einheiten zu bauen und sie ganz stupide auf den Gegner zu hetzen, ist zwar selten besonders erfolgreich, aber es kann dennoch sinnvoll sein, seine Hauptkonzentration an einen anderen Punkt, beispielsweise an eine Expansion, zu verlegen und den Kampf als Ablenkung zu nutzen. Während die Schlacht
tobt, müssen dann einfach nur weiter Einheiten gebaut werden. Egal wie die Schlacht ausgeht,
der Gegner verliert Einheiten und wird schwächer während man selbst das Heft in die Hand genommen und mehr Dominanz auf der Karte errungen hat. Mit zunehmender Spielfertigkeit werden - zur eigenen Überraschung - richtiggehende Kunsstücke möglich, wenn man es etwa schafft gleichzeitig einen Angriff mit gutem Micro zu führen, zu expandieren und den Basisbau zuhause voranzutreiben. Genau das ist ein wichtiger Faktor, der einen guten Spieler ausmacht.
Da aber schon viele Spieler zu Beginn anfangen zu "rushen"
und einen sehr frühen Angriff durchführen, ist Micromanagement an dieser Stelle deutlich wichtiger, da jeder Verlust die eigene Entwicklung stark zurückwerfen kann.
Bei einer frühen Auseinandersetzung von 4 Bogenschützinnen
der Nachtelfen mit 3 oder 4 Soldaten der Menschen. Da ist es von enormem
Vorteil alle Schützinnen auf einen Soldaten schießen zu lassen
bis er tot ist um dann auf den nächsten loszugehen. Wenn der Gegner
selber kein Micromanagement macht und einfach einen Soldaten auf einen
Schützen losgehen lässt, ohne alles zu koordinieren dann ist
man im Vorteil. Denn 4 Schützinnen bringen einen Soldaten logischerweise schneller
um als ein Soldat eine Schützin. Weiterer durch Micro ausnutzbarer Vorteil ist die Reichweite. Der jeweils vom Gegner angegriffene Schütze kann dabei immer wieder zurückgezogen und wieder in die Schlacht geschickt werden, so dass der Soldat keinen Schaden macht, aber seinerseits nur Pfeile frisst.
Spaßig wird es, wenn der Gegner auch micromanaged. Entscheidend dabei ist dann neben anderen Faktoren wie schnelle Verstärkung durch eine nahegelegene Basis oder Regeneration durch einen Mondbrunnen, wer die besseren Fähigkeiten hat und mit seinen Einheiten besser umzugehen weiß. Dazu gehört es die Durchschlagskraft, Reichweite und Geschwindigkeit der verschiedenen Einheiten im Gefühl zu haben. Es entwickelt sich ein Art Duell, das schon stark an das Gameplay eines Shooters erinnert.
Jedoch ist die Situation von Rasse zu Rasse verschieden. Micromanagement
ist vor allem gegen gegnerische Grunzer wichtig, da diese enorm viel
Leben haben. 12 Schützinnen pusten einen Grunzer weg wie nichts.
1 oder 2 Schützinnen hingegen können gegen 1 Grunzer nichts
ausrichten, genauso wenig wie einige Ghouls.
In jedem Fall muss beides gleichzeitig eingesetzt werden. An gutem Macromanagement orientiert baut man haufenweise Units und kombiniert
dies in der Schlacht dann mit Micromanagement, indem man alle Einheiten
gleichzeitig auf starke Eihneiten wie Helden schießen lässt.
Mit 24 Bogenschützinnen der Nachtelfen ist sogar ein Stufe 8 -
10 Held in sekundenschnelle tot. Vorsicht ist aber geboten, wenn der Held zurückgezogen wird und die Meute nachrennt ohne dabei weiteren Schaden an anderen Einheiten machen zu können. Gleiches gilt auch, wenn man viele Nahkämpfer auf nur einen Gegner schickt und die meisten gar nicht genug Platz haben, um angreifen zu können. Natürlich lässt sich das
bei jeder Rasse und Einheit gut umsetzen. Mit Hilfe dieser Taktik muss
man auch nicht so viele Verluste einstecken wie bei reinem Macromanagement,
wo nicht auf den Kampf geachtet wird.
Auf jeden Fall sind Micro- und Macromanagement ein sehr wichtiger Bestandteil
eines jeden Spieles und nie zu mißachten. In Kombination mit der
Taktik eines Spielers und den richtigen Einheiten ist das Management immer
ein wichtiger Faktor zum Sieg! Auch hier gilt: Übung macht
den Meister!
by Edimasta
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